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FREIE TURNER
BRAUNSCHWEIG

Freie Turner setzen auf Eigengewächs Gian Luca Renner

Nach dem überraschenden Weggang von Cheftrainer Julian Runzer kurz vor dem Jahreswechsel geben die Freien Turner Braunschweig bekannt, dass Gian Luca Renner ab sofort den Posten des Cheftrainers der 1. Herrenmannschaft übernimmt. Der bisherige Co-Trainer rückt damit aus den eigenen Reihen an die Spitze des Landesliga-Teams auf.

Der Sportliche Leiter Christoph Kleemeyer begründet die Entscheidung wie folgt: „Die Entscheidung, Gian Luca Renner trotz seines jungen Alters zum Cheftrainer zu befördern, ist eine bewusste und gut vorbereitete. Wir kennen Gian Luca seit vielen Jahren, haben seine Entwicklung im Verein eng begleitet und seinen Weg vom Jugendtrainer bis in den Herrenbereich aufmerksam beobachtet. Als Trainer hat er sich Schritt für Schritt innerhalb unserer Vereinsstrukturen bewährt und trotz seines jungen Alters bereits über Jahre hinweg im Nachwuchsbereich hervorragende Arbeit geleistet, Verantwortung übernommen und Spieler nicht nur sportlich, sondern auch menschlich weiterentwickelt. Viele Akteure der heutigen 1. Herren kennt er aus dem Jugendbereich, was ihm einen besonderen Zugang zur Mannschaft erlaubt.

In seiner Zeit als Co-Trainer hat er zuletzt gezeigt, dass er auch den Anforderungen im Herrenfußball gewachsen ist. Er arbeitet strukturiert, denkt taktisch, kommuniziert klar und übernimmt Verantwortung. Besonders wichtig für uns ist, dass er nicht nur Ideen mitbringt, sondern diese auch konsequent umsetzt und reflektiert.“

Fußballabteilungsleiter Stefan Großer ergänzt: „Sein junges Alter sehen wir nicht als Risiko, sondern als Chance. Gian Luca Renner bringt Energie, moderne Ansätze und eine große Identifikation mit dem Verein mit. Gleichzeitig hat er bewiesen, dass er lernfähig ist, Feedback annimmt und sich stetig weiterentwickelt. Genau diese Mischung aus Ehrgeiz, Fachkompetenz und Bodenständigkeit hat uns überzeugt. Er war und ist die logische Wahl für die Nachfolge von Julian Runzer.“

Runzer hatte sein Amt aus persönlichen Gründen kurz vor dem Jahreswechsel niedergelegt und damit eine kurzfristige Veränderung auf der Trainerposition notwendig gemacht. Mit der Beförderung von Gian Luca Renner unterstreichen die Freien Turner Braunschweig ihren Weg, jungen Trainern aus den eigenen Reihen Verantwortung zu übertragen und langfristig auf Entwicklung, Identifikation und Kontinuität zu setzen.

Mit Gian Luca Renner setzt der Verein auch bewusst auf Kontinuität und erfolgreiche Nachwuchsförderung. Der heute 26-Jährige ist ein echtes Eigengewächs der Freien Turner Braunschweig. Als Spieler lief er zwischen 2013 und 2016 für die U15 bis U17 des Vereins auf. Nach dem Erwerb der UEFA-B-Lizenz im Jahr 2022 begann sein Trainerweg bereits deutlich früher: Von 2018 bis 2019 war er Co-Trainer der U17, anschließend im Sommer und Herbst 2019 Co-Trainer der U19. Von Winter 2019 bis Sommer 2024 arbeitete Renner als Cheftrainer in verschiedenen Jugendmannschaften (U15, U16 und U17) der Freien Turner.

Seit Sommer 2024 gehörte er als Co-Trainer zum Trainerstab der 1. Herren, zunächst unter Willi Feer und anschließend unter dessen Nachfolger Julian Runzer. Auch nach dem Trainerwechsel im Sommer 2025 blieb Renner als wichtige Konstante im Trainerteam erhalten. Es ist ein deutliches Zeichen des langfristigen Vertrauens in seine Fähigkeiten.

Gian Luca Renner selbst blickt mit großer Verbundenheit auf seine neue Aufgabe: „Freie Turner ist mein Herzensverein. In dem Verein, der mir schon so viele Mannschaften anvertraut hat, nun als Cheftrainer der 1. Herren arbeiten zu dürfen, bedeutet mir sehr viel. Ich freue mich auf die neue Aufgabe, aber in unserer aktuellen Situation geht es nicht um mich, sondern um den Verein.“

Mit Blick auf die sportliche Sitauation ergänzt Renner: „Es geht jetzt erst einmal darum, so früh und so viele Punkte wie möglich für den Klassenerhalt zu sammeln. Über weitere Zielsetzungen werden wir uns intern austauschen. Wir wollen es aber schaffen, die in unserem Kader vorhandene Qualität gemeinsam und konstant abzurufen. Dann wird jeder Spieler – und damit automatisch auch das Team – besser.“