Unsere Mannschaft musste am Sonntag in der Landesliga Braunschweig eine bittere 1:2-Niederlage beim SC Rot-Weiß Volkmarode hinnehmen. Ausschlaggebend waren vor allem die mangelnde Chancenverwertung sowie individuelle Fehler in der Defensive. Durch die Niederlage ist unser Team weiterhin mitten im Abstiegskampf.
„Wir haben es nicht geschafft, das Spiel für uns zu entscheiden, weil wir an uns selbst und unserer Chancenverwertung gescheitert sind.“
Dabei begann die Partie vielversprechend. Unsere Parkelf setzte den Matchplan zunächst um und erspielte sich früh ein Übergewicht mit Eckbällen und vor allem einer hochkarätigen Möglichkeit – Faustmann scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins am Torhüter.
Mit der ersten gefährlichen Aktion ging Volkmarode in Führung. Nach einem langen Ball in den Strafraum verlor unsere Defensive das Kopfballduell, der zweite Ball landete bei Robin Meiller, der in der 26. Minute zum 1:0 traf. Renner sah darin einen Knackpunkt: „Wir sind gut in das Spiel gestartet, haben unseren Plan gut umgesetzt. Wenn wir zum 1:0 treffen, bin ich mir sehr sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen, weil wir bis dahin alles unter Kontrolle hatten. Danach hatten wir aber in der Phase, in der auch das 1:0 fällt, zu wenig Zugriff auf das Spiel.“ Kurz vor der Halbzeit ließ auch Denis Safronow und erneut Faustmann im Eins-gegen-eins jeweils eine Großchance liegen.
Kurz nach der Pause folgte der nächste Rückschlag. Ein Freistoß von Ole Jakob Werner aus rund 25 Metern wurde von der Mauer unglücklich abgefälscht und landete zum 2:0 im langen Eck (55.). „Wenn ich mir anschaue, was der Gegner für seine Tore benötigt, ist das sehr ernüchternd“, so Renner.
In der Folge blieb unsere Mannschaft am Drücker, ließ jedoch weiterhin beste Chancen liegen. Distanzschüsse von Maximilian Meinecke und Rashid Younis gingen knapp vorbei, eine gute Flanke von links setzte Faustmann neben das Tor. Zudem vergaben Konstantin Koch und Safronow per Kopf aus aussichtsreichen Positionen, ehe Younis in der Schlussphase den Innenpfosten traf und Christian Lemke mit der letzten Aktion über das Tor köpfte.
„Der Chancenwucher ging nach dem Seitenwechsel weiter. Wir hatten genug Möglichkeiten, das Spiel mindestens auszugleichen. Das haben wir nicht geschafft“, sagte Renner.
Der Anschlusstreffer durch Luis Cañete Cerrillo in der 75. Minute, der nach einem Einwurf fiel, brachte zwischenzeitlich noch einmal Hoffnung, blieb aber der einzige Treffer für unsere Farben. Auch das passte aus Sicht des Trainers ins Gesamtbild: „Vielleicht ist es bezeichnend, dass unser Anschlusstreffer im Anschluss an einen Einwurf fällt und wir es nicht geschafft haben, aus dem Spiel heraus einen Treffer zu erzielen. Einem Rückstand hinterherzulaufen ist auf diesem Platz gegen diesen Gegner unangenehm.“
Die Blicke gehen nach vorne. Bereits am Mittwoch steht auf unserer heimischen Anlage das wichtige Abstiegsduell gegen den TSC Vahdet an. „Wir werden für den Sieg noch mehr geben müssen und versuchen, das Spielglück auch mal wieder zu erzwingen.“ Anstoß ist um 19 Uhr. Dort gilt es, die Niederlage schnell abzuhaken und wieder zu punkten.
Foto: Thede Jakob