Unsere 1.Herren hat das Halbfinale im Wittinger Bezirkspokal gegen den SSV Vorsfelde mit 1:3 verloren. Nach einem intensiven und hochklassigen ersten Durchgang auf Augenhöhe gegen den Spitzenreiter der Landesliga entschieden am Ende individuelle Fehler und eine zu schwache zweite Halbzeit die Partie zugunsten der Wolfsburger.
Vor rund 240 Zuschauern im Prinzenpark entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches Pokalspiel mit viel Intensität und guten Aktionen auf beiden Seiten. „Das war ein Spiel zwischen zwei richtig guten Landesligisten“, betonte unser Coach Gian Luca Renner nach der Partie. „Ich habe die ersten 45 Minuten ausgeglichen wahrgenommen.“
Zunächst erwischte Vorsfelde den besseren Start und nutzte einen Ballverlust unserer Hintermannschaft zur frühen Führung. Michel Haberecht traf in der 12. Minute zum 0:1. Unsere Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Über Marco Behrens wurde ein Angriff gut vorbereitet, Yasin Chehab setzte sich auf der linken Seite stark durch und flankte präzise in die Mitte, wo Luca Faustmann per Kopf zum 1:1 ausglich (18.). Kurz darauf hatte erneut Faustmann nach einer Hereingabe über die linke Seite sogar die Führung auf dem Fuß.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. „Beide Teams haben sich nichts geschenkt und alles reingehauen“, so Renner. Kurz vor der Pause schlug Vorsfelde jedoch erneut zu. Einem erneuten Ballverlust im Vorwärtsgang nutzte Justin Neuer zum 1:2 (34.). „Uns flog ein eigener Ballgewinn direkt um die Ohren“, erklärte Renner.
In der Halbzeit nahm sich unsere Mannschaft viel vor, konnte die Vorgaben jedoch nicht auf den Platz bringen. „Die zweiten 45 Minuten waren nicht gut von uns“, sagte unser Trainer offen. „Wir kamen mit zu wenig Intensität und Feuer aus der Kabine.“
Das nutzte der Favorit konsequent aus. Nach einem Freistoß, einer Faustabewhr von Tobias Lau und einer folgenden Flanke traf Canel-Liam Topsakal in der 54. Minute zum 1:3. „Wir bekamen in dieser Situation keinen Druck auf den zweiten Ball und rückten defensiv nicht konsequent genug heraus“, so Renner. Mit zunehmender Spielzeit fehlten unseren Jungs dann Überzeugung und Durchschlagskraft, um noch einmal zurückzukommen.
„Vorsfelde hat das danach sehr abgeklärt gespielt. Sie haben viele einfache Dinge gemacht, die uns das Leben schwer gemacht haben“, analysierte Renner. „Am Ende geht der Erfolg in Ordnung. Wir haben gesehen, wo wir noch Handlungsbedarf haben – gerade bei der Intensität und Zweikampfhärte über 90 Minuten.“
Damit endet unsere Pokalreise im Halbfinale. In der Liga stehen aber noch drei Spiele aus. „Die wollen wir alle gewinnen, um uns mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu verabschieden“, blickt Renner voraus.
Bereits am Sonntag geht es für unsere Parkelf weiter. Dann gastieren wir um 15 Uhr beim FC Sülbeck/Immensen.
