Beim Heimspiel in der Landesliga gegen die SVG Göttingen stand nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit des Vereinslebens von Freie Turner Braunschweig: Thomas „Paule“ Drabaz wurde für sein beeindruckendes Engagement geehrt. Er ist ganze 50 Jahre als Trainer dabei.
Unser Fußballabteilungsleiter Stefan Großer fand in seiner Rede klare und würdige Worte für das langjährige Wirken Drabaz’. Er bezeichnete ihn als „eine ganz besondere Persönlichkeit unseres Vereins und eine echte Institution, ein Gesicht, das Generationen geprägt hat“. Seit einem halben Jahrhundert stehe „Paule“ an der Seitenlinie: „Fünf Jahrzehnte voller Leidenschaft, Engagement und unermüdlichem Einsatz für den Fußball und vor allem für die Menschen dahinter“.
Dabei war „Paule“ in nahezu allen Bereichen aktiv: Ob 2. Herren, A-Jugend, 4. Herren, Frauenmannschaft oder sogar die 6. Herren – überall brachte er sich ein, wo er gebraucht wurde. Für Großer war er weit mehr als nur ein Trainer: „Er war Motivator, Zuhörer, Taktikfuchs und manchmal auch einfach der, der nach dem Spiel die richtigen Worte fand, egal ob Sieg oder Niederlage.“
Sein Einfluss zeigt sich auch in den Karrieren ehemaliger Spielerinnen und Spieler. „Zwei seiner Schützlinge haben es sogar bis in die Bundesliga geschafft. Es ist ein Beweis für sein Auge, sein Können und seine Fähigkeit, Talente nicht nur zu erkennen, sondern auch zu fördern“, betonte Großer.
Neben sportlichen Erfolgen erinnerte er auch an die vielen Geschichten, die Drabaz geprägt hat. Besonders ein Turnier in Spanien blieb in Erinnerung, „ein Moment, der vielleicht sportlich schmerzhaft war, aber bis heute mit einem Lächeln erzählt wird“. Für Großer sind genau das die Augenblicke, die den Fußball ausmachen: „Es sind die Erinnerungen, die bleiben.“
Zum Abschluss richtete er persönliche Worte an den Geehrten: „50 Jahre Einsatz kann man nicht in Worte fassen – aber man kann Danke sagen. Danke für deine Zeit. Danke für deine Leidenschaft. Danke für alles, was du diesem Verein gegeben hast.“
Drabaz selbst nahm die Ehrung ganz in seiner typischen, nüchternen Art entgegen – bescheiden und ohne große Gesten. Doch der Applaus der Zuschauer zeigte deutlich: Seine Verdienste um den Verein sind alles andere als selbstverständlich.

