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FREIE TURNER
BRAUNSCHWEIG

4:0-Sieg trotz Unterzahl: Parkelf setzt Ausrufezeichen in Vorsfelde 

Im ersten Pflichtspiel des neuen Kalenderjahres setzte unsere Parkelf am Sonntag beim Tabellenzweiten in Vorsfelde ein deutliches Ausrufezeichen und besiegte die Gastgeber mit 4:0. Besonders bemerkenswert: Die Mannschaft von Gian Luca Renner spielte 70 Minuten lang zu zehnt.

„Was für ein verrücktes erstes Landesliga-Spiel!“, staunte der 26-Jährige nach seiner Premiere als Cheftrainer. „Dieser Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben von der allerersten bis zur allerletzten Sekunde eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und in allen Phasen des Spiels mehr gewollt als der Gegner.“

Früh gingen wir durch Konstantin Koch und Luca Faustmann mit 2:0 in Führung (14./21.). Dann die 22. Spielminute: eine Szene, die ein Spiel kippen kann. „Ich kann nicht beurteilen, ob es wirklich Rot war“, so Renner. Ein Ball von Vorsfelde nach vorne, unser Torwart Patrick Makiela kommt raus und nimmt ihn auf. Nach Ansicht des Schiedsrichters war das außerhalb. „Er war sich sicher und wir haben das so akzeptiert“, betont Renner. Ab diesem Moment spielten wir 70 Minuten in Unterzahl. Übrigens: Nach dem Spiel erklärte der Referee seine Entscheidung anhand von Videobildern und stand zu seiner Entscheidung. „Das finde ich großartig“, so Renner, und: „So wünsche ich mir den Umgang zwischen Schiri und Mannschaft.“

Noch besser: Die Unterzahl brachte unsere Elf nicht aus dem Konzept. „Wir sind noch enger zusammengerückt und haben noch einen Schritt mehr gemacht.“ Durch einen Umschaltmoment erzielte Faustmann das 3:0 (30.).

Bis zur Halbzeit musste unsere Elf leiden. Der SSV Vorsfelde hatte den Ball, wir mussten viele Wege gehen, meisterten das aber hervorragend „weil wir Lust hatten, jeden einzelnen Ball wegzuverteidigen“. In der Kabine schwor sich das Team auf die zweiten 45 Minuten ein, die noch anstrengender wurden als die ersten. „Wir waren aber davon überzeugt, dass wir dieses Spiel gemeinsam gewinnen werden.“

Im zweiten Durchgang setzten wir einige Nadelstiche und hatten in Umschaltmomenten Chancen, das Spiel endgültig zu entscheiden. Hinten hielt der eingewechselte Bernd Siegersma mehrmals die Null.

In einer Umschaltsituation vollendete Demis Siranidis am zweiten Pfosten nach Flanke von Maximilian Meinecke zum 4:0 (68.). Das Spiel war entschieden, und wir verteidigten den Sieg souverän – ein rundum verdienter Erfolg.

„Wir haben damit ein Ausrufezeichen gesetzt, wissen das Ganze aber auch richtig einzuordnen. Es sind ‚nur‘ drei Punkte, aber auf die Leistung und Einstellung werden wir aufbauen. Von meiner Seite aus riesengroßer Respekt und ein Kompliment an jeden einzelnen Spieler, der heute beteiligt war.“

Ab Dienstag richtet sich der Blick bereits auf das nächste Spiel gegen Fallersleben am kommenden Sonntag (14:00).