2:2 in Gifhorn

Olzem sauer: „Elfmeterpfiff war völliger Schwachsinn“

 

Gifhorn/Braunschweig. Freie Turner haben ihr Tagesziel erreicht, in der Oberligatabelle über dem MTV Gifhorn zu bleiben. Doch ärgerte sich Trainer Kai Olzem maßlos über die Art und Weise, wie das 2:2 in der GWD-Arena am Ende zu Stande kam. 

Gehde fackelt nicht lange

Die Gäste aus Braunschweig erwischten einen Traumstart. Ohne den angeschlagenen Damir Vrancic kombinierten sie sich schon nach einer Minute und mit wenigen Kontakten schnell nach vorn und spielten Rick Kaupert links außen frei. Dessen scharfe Hereingabe konnte Nils Gehde am langen Pfosten im Tornetz unterbringen (2.). „Wir waren taktisch sehr diszipliniert und hatten ein gutes Umschaltspiel nach vorne“, lobt auch Trainer Olzem, dessen Team die Räume sehr eng machte und es den Gifhornern schwer tat, ins Spiel zu finden.

Auch nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gäste weiterhin sehr gut und kamen nach einer knappen Stunde zum zweiten Treffer. Diesmal rollte der Angriff durch die Mitte über das Geburtstagskind Hendrik Neumann. Jonas Kierdorf lief von halbrechts in den Strafraum ein und schob dessen Pass aus zehn Metern trocken ins kurze Eck (57.). Der MTV Gifhorn war nach dem erneuten Gegentreffer praktisch mausetod. Doch es kam anders. „Das ist jetzt zum wiederholten Male so, dass der Unparteiische so entscheidend ins Spielgeschehen eingreift“, sollte Olzem später seinem Unmut Luft verschaffen. Im Laufduell zwischen Marcel Schreyer und einem Gifhorner kam Turner-Keeper Tobias Bremer aus seinem Kasten und hatte den Ball mit beiden Händen. Schreyer schob seinen Körper dazwischen, sein Gegenspieler suchte den Kontakt und fiel. „Der Elfmeterpifff war völliger Schwachsinn“, so Olzem. Jovan Hoffart lief an und verwandelte zum Anschluss (66.).

Starke Gifhorner Schlussphase

Der Aufsteiger war auf einmal voll da und am Drücker. „Wir haben in der Folge die nötige Ruhe am Ball vermissen lassen“, analysiert Olzem. Jonas Kierdorf ließ dann bei einem Konter auch noch eine Großchance liegen. Stattdessen nutzte Hoffart eine verunglückte Kopfballabwehr von Hintersdorf für einen traumhaften Heber in den Knick (79.). Gifhorn drängte jetzt sehr stark auf das dritte Tor, aber die Braunschweiger bissen sich noch einmal hinein und hielten den einen Punkt fest. „Insgesamt ist es schon tragisch, durch einen unberechtigten Elfmeter und einem Sonntagsschuss um den Sieg gebracht worden zu sein“, fiel das Fazit des Turner-Coaches aus. Aber: „Gifhorn hatte nach dem Anschluss eine ganz starke Druckphase, die wir mit Glück, Leidenschaft und Hingabe überstehen mussten.“ Am kommenden Sonntag (14 Uhr) empfangen Freie Turner daheim den SVG Göttingen.

Das 2:0 durch Kierdorf. Foto: Rhett Hunze

Das 2:0 durch Kierdorf. Foto: Rhett Hunze

Zahlen & Fakten

MTV Gifhorn: Krull, Tsampasis (79. Hoefel), Hashagen, Agirman (64. Me. Luczkiewicz), Hoffart, Jaeger, Ma. Luczkiewicz, Simmo, Tenno, Drmac (58. Hallmann), Grega Trainer: Uwe Erkenbrecher

Freie Turner: Bremer, Schreyer, Hintersdorf, Fricke, Riedel, Kaupert (81. Kühn), Neumann, Öztürk (58. Bräunig), Gehde (74. Podleska), Kierdorf, Omarkhiel Trainer: Kai Olzem

Torfolge: 0:1 Nils Gehde (2.), 0:2 Jonas Kierdorf (57.), 1:2 Jovan Hoffart (66. FE), 2:2 Jovan Hoffart (79.)

Quelle Regionalsport online

 

Hoffarts Traumtor beschert MTV das 2:2

Nach 60 Minuten sah‘s nicht gut aus für den MTV Gifhorn: Der Fußball-Oberligist lag gegen FT Braunschweig mit 0:2 hinten und drohte im letzten Heimspiel des Jahres leer auszugehen. Doch Jovan Hoffart sorgte mit einem Doppelpack noch für den 2:2-(0:1)-Endstand. 
 

Zunächst hauchte der Flügelflitzer seinem Team mit einem Elfer, den er selbst herausgeholt hatte, neues Leben ein, dann gelang ihm auch noch ein Traumtor. Aus rund 25 Metern beförderte er den Ball per Seitfallzieher über den zu weit vor dem Kasten stehenden FT-Keeper Tobias Bremer - 2:2! Mathes Hashagen hatte zuvor noch eine aussichtsreiche Chance gehabt, und Marvin Luczkiewicz war ein Elfmeter verwehrt geblieben - FT-Coach Kai Olzem hätte den Strafstoß im Gegensatz zu dem von Hoffart gegeben. Doch nach der spannenden Schlussphase waren letztlich beide Teams mit dem Punkt recht zufrieden.

Olzem, der auf den verletzten Damir Vrancic verzichten musste, war beim „mächtig intensiven“ Spiel gefühlt zehn Jahre älter geworden, MTV-Coach Uwe Erkenbrecher dagegen „ein Jahr jünger“. Seinem Team war zunächst offensiv wenig gelungen, die Braunschweiger hatten nach ihrer frühen Führung die Räume im Mittelfeld eng gemacht und den MTV zu vielen Fehlpässen gezwungen. Doch nach Hoffarts erstem Streich ging ein Ruck durch die Elf, Gifhorn schaltete „in den Kampfmodus“, so Erkenbrecher. „Wie das Team so eine routinierte Mannschaft dann an die Wand gedrückt hat, war imponierend, war toll. Den Punkt nehmen wir gern mit.“

Quelle Sport Buzzer

 

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