Unnötiges 1:2

Freie Turner kamen nicht an „Krake“ Bollmann vorbei

21. November 2016 von 
Zwei Ex-Profis unter sich: Damir Vrancic vor Emil Jula. Foto: Vollmer
  
 
 

Braunschweig. Freie Turner gingen auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Aufsteiger TUS Bersenbrück als Verlierer vom Feld. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten unterlag die Mannschaft von Kai Olzem am Sonntag mit 1:2. Fabian Krüger sah Rot.

„Überragend, was der gehalten hat“

„Ich kann den Jungs nichts vorwerfen. Wir haben uns wirklich viele Torchancen herausgearbeitet, aber der Keeper auf der anderen Seite  hat mit viel Glück und noch mehr Können sein Tor unglaublich gut bewacht. Es war überragend, was der gehalten hat“, bedauerte ein geknickter Kai Olzem nach dem Start der Rückserie. TUS-Keeper Christoph Bollmann brachte die Offensivspieler der Turner mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung. Nach zehn Minuten Anlaufzeit hatten die Gastgeber das Spiel dominiert, erspielten sich immer wieder hervorragende Anschlusspositionen.

„Bis zum Gegentor fand ich uns sehr gut“, attestierte Olzem. Stattdessen stand Max Tolischuss auf der anderen Seite bei einer Flanke mutterseelenallein. Die Zuordnung passte einmal nicht und die Gäste führten (38.). Nach dem Seitenwechel investierten die Braun-Weißen noch mehr in ihr Spiel. Alleine Jonas Kierdorf hatte eine handvoll guter Aktionen, doch immer wieder bekam Bollmann einen Arm dazwischen oder die Torumrandung verhinderte den Ausgleich. Latte, Pfosten, Torchancen, Kopfbälle – der Ball kam nicht am 25 Jahre alten Schlussmann der Gäste vorbei.

Die standen tief und lauerten auf Konter. In der 72. Spielminute war Tolischuss nach einem Diagonalpass alleine durch. Fabian Krüger „opferte“ sich und zog das Foul. Regelkonform sah der Abwehrspieler der Turner als Letzter Mann dafür die Rote Karte. Zu zehnt suchten die Braun-Weißen die Lücke und wurden noch einmal ausgekontert. Diesmal war es ein langer Abschlag von Bollmann, der bei Emil Jula landete. Der Ex-Profi zeigte, dass er auch mit 36 Jahren nichts verlernt hat und erhöhte auf 2:0 (85.). Zwar konnte der eingewechselte Kaan Öztürk noch einmal verkürzen (89.), doch war es schon zu spät. Kai Olzem wollte es nicht so recht glauben: „Das ist unglaublich, dass wir dieses Spiel verlieren. Mir fehlen so ein bisschen die Worte. Das ist auch irgendwie ein schlechter Scherz.“

Unzählige Torannäherungen blieben ungenutzt. Foto: Vollmer

Unzählige Torannäherungen blieben ungenutzt. Foto: Vollmer

Zahlen & Fakten

Freie Turner: Bremer, Riedel, Krüger, Fricke, Schreyer, Neumann, Gehde (77. Öztürk), Kaupert (64. Kühn), Vrancic, Omarkhiel (46. Errico), Kierdorf Trainer: Kai Olzem

TUS Bersenbrück: Bollmann, Schwegmann (80. Schmidt), Homer (85. Zimmermann), Placke, Tolischus, Akbulut (90. +2 Alswede), Heskamp, Leinweber, Menkhaus, Balov, Jula Trainer: Fahrat Dahech

Torfolge: 0:1 Max Tolischus (38.), 0:2 Emil Jula (85.), 1:2 Kaan Öztürk (89.)

Quelle Regionalsport online

 

Mit dem Quäntchen Glück zum Erfolg
Bersenbrück 2:1 in Braunschweig – Christoph Bollmann und das Aluminium retten TuS
Nach zwei knappen Niederlagen in Folge ist der TuS Bersenbrück zurück in der Erfolgsspur.

Beim 2:1 bei den Freien Turnern Braunschweig hatte die Elf von Trainer Farhat Dahech allerdings Glück. Personell war Dahech zum Umstellen gezwungen. Neben den gesperrten Dato Romanovi und Julius Liegmann fehlten Aaron Goldmann und Adrian Ellermann; auf der Bank fanden nur vier Einwechselspieler Platz. Sandro Heskamp rückte neben Gerrit Menkhaus in die Innenverteidigung. „Zu Beginn waren wir überfordert“, gestand Dahech, der daraufhin Igor Balov defensiver ausrichtete. Per Standard ging der TuS in Front. Nico Schwegmanns Freistoß fand am langen Pfosten den Kopf von Max Tolischus. Braunschweig war trotz des Rückstands die gefährlichere Mannschaft, die aber am Aluminium und an Torwart Christoph Bollmann scheiterte. Der TuS schien mit der Führung im Rücken schon auf der Siegerstraße, zumal die Gastgeber nach einer Notbremse die letzte halbe Stunde in Unterzahl spielten. Emil Jula ließ schließlich nach Zuspiel von Burhan Akbulut seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete zum 2:0 kurz vor dem Ende. Doch Braunschweig antwortete mit dem Anschlusstreffer. „Dann sind wir noch einmal ins Schwimmen geraten, aber wir hatten heute das Glück, was uns zum Beispiel gegen Gifhorn gefehlt hat“, sagte Teammanager Peter Buschermöhle. Auch Dahech war zufrieden: „Besonders die Laufbereitschaft hat gestimmt. Man hat gesehen, dass jeder geackert hat und die drei Punkte wollte.“

Quelle FuPa.net

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